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Die
Rosstrappe
Der berühmte Felsgipfel (403 m) oberhalb des
linken Bodeufers gilt als eine der großartigsten Felspartien
nördlich der Alpen. Seit Jahrhunderten ranken sich um das Granitmassiv
zahlreiche Sagen.
In der bekannten Rosstrappensage wurde die Königstochter
Brunhilde vom wilden Böhmenkönig Bodo verfolgt, der sie
gegen ihren Willen heiraten wollte. In ihrer Todesangst wagte die
Prinzessin den tollkühnen Sprung vom Hexentanzplatz über
die Felsenschlucht des Bodetals. Der Huf ihres Rosses prägte
sich beim Aufprall auf das gegenüberliegende Felsplateau tief
in den Steinen, Bodos Pferd versagte und stürzte mit dem Reiter
in den Fluss. Im Bodekessel bewacht er, in einen schwarzen Hund
verwandelt, noch heute die Krone der Königstochter, die diese
bei dem Sprung verlor.
Unweit des Trappefelsens stand wahrscheinlich in
frühgeschichtlicher Zeit eine Wallburg genannt "Winzenburg".
Der hohe Wall bot in Notzeiten Schutz für Mensch und Tier,
gleichzeitig bildete er wahrscheinlich einen abgegrenzten Bereich
heidnischer Götterverehrung. |