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Der
Hexentanzplatz
Die Felsenklippe, die mit 451m die Roßtrappe
um 48m überragt, erlangte im Laufe des 19. Jahrhunderts ihre
heute Popularität. Der Hexentanzplatz war mit hoher Wahrscheinlichkeit
ein altsächsischer germanischer Kultort, an dem vor allem in
der Nacht zum 1.Mai, der jetzigen Walpurgisnacht, Rituale abgehalten
wurden. Nach der These von J. P. Chr. Decker zogen die Sachsen nachts
zu ihrer alten Kultstätte, um dort ihre heidnischen Bräuche
weiter zu pflegen. Die Sachsen hätten die von Karl d. Gr. aufgestellten
Wachen überlistet, indem sie sich mit Besen und Heugabeln bewaffneten,
verkleideten und die Gesichter schwärzten. Zu Tode erschreckt,
flohen die christlichen Wächter und erzählten fortan vom
schaurigen Treiben der Hexen und Teufel.
Vom Hexentanzplatz aus führt der Sachsenwallweg
zur ehemaligen Homburg, deren Überreste sich im Bereich hinter
dem Bergtheater befinden. Die Homburg war wie die Winzenburg auf
der Roßtrappe eine Fluchtburg. Vermutlich diente sie noch
lange Zeit nach der Einführung des neuen christlichen Glaubens
als Ort, an dem heimlich alten heidnischen Glaubensvorstellungen
und Bräuchen nachgegangen wurde.
Sie haben 3 Möglichkeiten, den Hexentanzplatz
zu erreichen:
- Zu Fuß über einen der vielen Wanderwege
- Mit der Seilbahn: Dazu parken Sie Ihr Auto einfach auf einem der
ausgeschilderten Großparkplätze im Zentrum der Stadt
(teilweise gebührenfrei).
- Sie können natürlich auch direkt mit dem Auto auf den
Hexentanzplatz fahren. Dort erwartet Sie ein großer Parkplatz
(gebührenpflichtig). Fahren Sie einfach in Richtung Friedrichsbrunn
und biegen dann zum Hexentanzplatz ab.
Der Hexenring
Am
21.04.1996 wurde auf dem Hexentanzplatz eine Skulpturengruppe des
Quedlinburger Künstlers Jochen Müller enthüllt.
Auf zwei großen Steinen zeigt sie den Teufel mit seinem Verbündeten,
einem Mischwesens, das teils Schwein, Nagetier und Drachen zu sein
scheint. Zum Trio gehört eine unkeusche Hexe, die auf Anweisung
des Teufels den "Bannkreis des Bösen" mit einem großen
Stein schließt. An mehreren Durchlässen in der Findlingskette
können Besucher in den Steinkreis treten und ihn wieder verlassen.
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Kleine
Karte
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